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Schön Klinik München Schwabing

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Individuelles Therapiekonzept für Patientinnen und Patienten mit Morbus Parkinson

Multimodale Komplexbehandlung von Parkinson in der Schön Klinik München Schwabing

Die „multimodale Komplexbehandlung“ ist eine besondere stationäre Behandlung für Menschen mit Parkinson oder ähnlichen Erkrankungen. Sie hilft, wenn viele Beschwerden gleichzeitig auftreten oder wenn Medikamente bisher nicht gut wirken. In der Schön Klinik München Schwabing wird diese Behandlung als besondere Krankenhausleistung nach § 39 SGB V angeboten – nach den aktuellen Empfehlungen zertifizierter Parkinson-Zentren. 

Zielsetzung der Behandlung

Ziel ist es, Bewegungsprobleme langfristig zu verbessern – z. B. Zittern (Tremor), Muskelsteifigkeit (Rigor), Langsamkeit der Bewegungen (Bradykinese) und Unsicherheit beim Stehen/Gehen. Auch nicht-motorische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen oder Depression, Schlaf- und Gedächtnisprobleme sowie Kreislauf- und Magen-Darm-Themen werden mitbehandelt. Wichtig sind eine passende Medikamenten-Einstellung, mehr Selbstständigkeit im Alltag und bessere Lebensqualität

Ärztin berät älteres Paar auf Sofa in heller Klinik, Mann legt schützend Arm um Frau.

Wichtige Fragen und Antworten

Was bringt eine Parkinson-Komplexbehandlung?

  • Ganzheitliche Behandlung von komplexen Beschwerden
  • Schnelle, wirksame Anpassung der Medikamente
  • Mehr Sicherheit im Alltag und bessere Lebensqualität
  • Umfassende Schulungen für Patienten und Angehörige

Warum ist eine Komplexbehandlung stationär sinnvoll?

  • Höhere Behandlungsintensität:
    Im stationären Setting kann Therapie häufiger und über längere Zeiträume stattfinden als im ambulanten Bereich.

  • Eng abgestimmtes Team:
    Ärztinnen, Therapeutinnen und Pflegekräfte arbeiten täglich im direkten Austausch – Behandlungsziele und Maßnahmen werden laufend gemeinsam angepasst.

  • Kontinuierliche Betreuung:
    Beratung, Anpassung und Therapie erfolgen ohne Unterbrechungen – Fortschritte oder Schwierigkeiten werden sofort erkannt und berücksichtigt.

  • Direkte Rückmeldungen:
    Sie profitieren von unmittelbaren Rückmeldungen des multiprofessionellen Teams, was eine schnelle Optimierung der Behandlung ermöglicht.

Wer verschreibt mir eine Parkinson-Komplexbehandlung?

  • auf "Verordnung von Krankenhausbehandlung" Ihres Neurologen oder Hausarztes 
  • stationärer Aufenthalt für 2-3 Wochen
  • Anmeldung und Informationen unter

Die Parkinson-Komplexbehandlung in der Schön Klinik München Schwabing: individuell und interdisziplinär

Physiotherapeutin begleitet Parkinson-Patient beim Gangtraining auf Laufband in moderner Klinik, Fokus Bewegungsförderung.
Gezieltes Bewegungstraining

Unser Physiotherapie-Team begleitet Sie bei gezieltem Geh-, Gleichgewichts- und Haltungstraining. Das senkt das Sturzrisiko und macht den Alltag sicherer. Sie üben u. a. sicheres Aufstehen und Hinsetzen und erhalten Tipps, wie Sie Stolperfallen zu Hause vermeiden. Die Übungen werden an Ihre Fähigkeiten angepasst und unterstützen Beweglichkeit, Ausdauer, Selbstständigkeit und Motivation, aktiv zu bleiben.

Patient mit Parkinson im Gespräch, Mediziner demonstriert Steuergerät für Therapieeinstellung im Behandlungsraum.
Optimierung Ihrer Medikamente

Unsere erfahrenen Neurologen prüfen und optimieren Ihre Parkinson-Medikamente individuell. Moderne Verfahren wie Apomorphin- oder Levodopa-Infusionen können besonders in fortgeschrittenen Krankheitsstadien helfen. So lassen sich Zeiten mit wenig Medikamentenwirkung („Off-Phasen“) reduzieren. Durch die engmaschige ärztliche Begleitung erkennen wir Nebenwirkungen wie unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) früh und passen die Therapie schnell an.

Parkinson-Patient bindet Sportschuh, Ergotherapeutin kniet daneben und leitet zur Förderung der Selbstständigkeit an.
Feinmotorik für den Alltag

In der Ergotherapie trainieren Sie die Feinmotorik und alltägliche Handlungen wie Anziehen, Essen oder Schreiben. Bei Bedarf empfehlen wir passende Hilfsmittel (z. B. Anziehhilfen) und zeigen Ihnen und Ihren Angehörigen, wie Sie diese sicher im Alltag einsetzen. Ziel: mehr Selbstständigkeit und Sicherheit.

Logopädin und Patientin analysieren Gangmuster und Sprachübungen bei Parkinson, Tablet und Therapiemappe auf Tisch in Klinik.
Verbesserung Ihrer Kommunikationsfähigkeit

Viele Betroffene haben Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken oder mit der Mimik. In der Sprach- und Schlucktherapie lernen Sie, deutlicher und lauter zu sprechen und die Atmung besser zu steuern. Schlucktraining senkt das Risiko des Verschluckens und damit von Lungenentzündungen. Übungen für die Gesichtsmuskeln erleichtern die Verständigung im Alltag.

Prüfung der Essgewohnheiten

Wir prüfen Ihre Essgewohnheiten und passen sie an Ihren Bedarf an – damit Sie gut versorgt sind und Mangelernährung vermieden wird. Häufige Beschwerden wie Verstopfung werden gezielt angegangen (Ballaststoffe, ausreichend Trinken, Bewegung). Bei Schluckstörungen („Dysphagie“) passen wir die Konsistenz der Speisen an und geben praktische Tipps für sicheres Essen und Trinken.

Lächelnde Klinikmitarbeiterin schüttelt älterem Mann die Hand, ältere Frau steht daneben
Psychologische  Betreuung

Depressionen, Ängste oder Gedächtnisprobleme kommen bei Parkinson häufiger vor. Unser Team aus Neuropsychologen  erkennt solche Belastungen früh und behandelt sie – mit Gesprächen  und, wenn sinnvoll, Medikamenten. Das stabilisiert die Emotionen, baut Ängste ab und hilft, die geistige Fitness zu erhalten. Auch Angehörige bekommen Unterstützung durch unseren Sozialdienst.

Relevant für den Alltag

Sprechtherapie

Ziel der Sprechtherapie ist es die Verständlichkeit im Alltag zu verbessern, indem unsere Patienten lernen, bewusster und lauter zu sprechen. Durch wiederholte Übungen und gezieltes Video-Feedback werden Atmung, Stimmklang, Betonung und Aussprache verbessert.

 

Tablet mit Lautstärke- und Frequenzanalyse, Logopädin mit Klemmbrett erklärt Patientin Therapie bei Parkinson in Klinik.
Relevant für den Alltag

Ergotherapie

Die Ergotherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung von Parkinson-Patientinnen und -Patienten. Ein Beispiel hierfür ist das gezielte Bearbeiten von Knete. Diese Übung fördert die Handkraft, Fingerbeweglichkeit und Feinmotorik, die bei Parkinson häufig eingeschränkt sind. Durch das Formen, Drücken und Rollen der Knete werden verschiedene Muskelgruppen aktiviert und die Koordination verbessert. Gleichzeitig unterstützt die Tätigkeit die Wahrnehmung und kann helfen, alltägliche Aufgaben wie das Knöpfen von Hemden oder das Schreiben wieder leichter zu bewältigen. 

Zwei Personen trainieren Fingerfertigkeit in Ergotherapie mit gelber und grüner Knetmasse am Tisch.
Person mit VR-Brille und Ball macht Bewegungstraining, zweite Person überwacht per Smartphone.
Innovationen in der Physiotherapie

Aktivierung mit VR-Brille

Virtual-Reality-(VR)-Brillen finden zunehmend Einsatz in der Physiotherapie. Durch interaktive, spielerische Übungen in virtuellen Umgebungen können Bewegungen gezielt trainiert und die Motivation gesteigert werden. Die immersiven Szenarien fördern Gleichgewicht, Koordination und Reaktionsfähigkeit, während sie gleichzeitig Ablenkung von Schmerzen oder Angst bieten. Studien zeigen, dass VR-Training motorische Funktionen verbessern und das Sturzrisiko verringern kann

Innovationen in der Physiotherapie

Antifreezing-Schuh

Der Antifreezing-Schuh ist eine innovative Hilfe für Parkinson-Patienten, die unter dem sogenannten Freezing of Gait (Einfrieren beim Gehen) leiden. Dieses plötzliche Erstarren der Bewegung kann das Gehen stark behindern und zu Stürzen führen. Der Schuh arbeitet mit taktilen Reizen an der Fußssohle, die dem Gehirn helfen, den Bewegungsfluss wieder aufzunehmen.

Zwei Personen gehen im Klinikflur, Fokus auf Antifreezingschuh und Nike-Sneaker.
Patient mit Parkinson trainiert das Gehen auf modernem Gangtrainer mit virtueller Landschaft, betreut von Therapeutin in heller Klinik.
Modernste Geräte

Laufband mit virtuellem Trainingssystem

Das moderne Laufband für Parkinson-Patientinnen  und -Patienten ist durch ein virtuelles Trainingssystem ein innovatives Therapiegerät, das gezielt das Gehen und die Beweglichkeit fördert. Durch computergestützte Sensorik und individuell anpassbare Trainingsprogramme werden typische Gangstörungen wie kleinschrittiges Gehen oder Unsicherheit effektiv behandelt. Das Laufband ermöglicht ein sicheres, intensives Üben unter therapeutischer Anleitung und kann mit visuellen oder akustischen Reizen das Gangbild verbessern. Ziel ist es, die Mobilität im Alltag zu steigern, Stürzen vorzubeugen und die Lebensqualität nachhaltig zu erhöhen.

Ihre Parkinson-Fachklinik in München Schwabing

Luftaufnahme der Schön Klinik München Schwabing mit begrünten und roten Dächern und Bäumen
Spezialisierte Parkinson-Expertise unter einem Dach
Modernste Ausstattung und Komfort für Sie
Menschen unterschiedlichen Alters im Englischen Garten München, Skyline mit Frauenkirche im Hintergrund.
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Junge Frau mit langen braunen Haaren lächelt, trägt Headset und sitzt am Schreibtisch vor Computerbildschirm im Büro