Koronare Herzerkrankungen
Wir stabilisieren Ihr HerzHerzerkrankungen sind eine der großen Volkskrankheiten und die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Etwa sieben Prozent aller Frauen und bis zu zehn Prozent aller Männer erkranken an einer koronaren Herzkrankheit (KHK), bei der die großen Adern (Koronararterien) verengt sind, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. Neben den Symptomen wie Brennen auf der Brust, krampfartige Schmerzen im Brustkorb, teilweise Ausstrahlung in den Arm, aber auch Oberbauchbeschwerden, oft unter Belastung, besteht das Risiko, einen Verschluss eines Gefäßes, einen sogenannten Herzinfarkt, zu erleiden. Langfristig droht auch eine Herzschwäche durch die schlechte Sauerstoffversorgung.
Unsere erfahrenen Spezialisten in den Herzzentren der Schön Kliniken sind im Notfall und bei koronarer Herzerkrankung für Sie da und setzen auf modernste Diagnostik- und Behandlungsverfahren, um Sie optimal zu versorgen.
Fachlich geprüft von Prof. Dr. Peter Radke
Wie eine koronare Herzkrankheit entsteht
Zu den Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung zählen ein steigendes Alter, Rauchen, starkes Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle – Männer sind häufiger als Frauen betroffen. Mit einer herzgesunden Ernährung, regelmäßiger Bewegung und einer gesunden Lebensweise lässt sich das persönliche Risiko für eine Herzkrankheit aktiv senken.

Symptome einer koronaren Herzerkrankung
- ein starkes Enge- oder Druckgefühl in der Brust auch im Ruhezustand,
- stechende, brennende oder drückende Schmerzen hinter dem Brustbein oder
- Schmerzen, die in den linken oder rechten Arm, in den Rücken, Hals oder Oberbauch ausstrahlen.
Eine koronare Herzkrankheit macht sich vor allem unter Belastung bemerkbar. Durch die verminderte Durchblutung des Herzmuskels gelangt weniger Sauerstoff als benötigt zum Herz. Die Folge: Kurzatmigkeit und Brustschmerzen bei körperlicher Anstrengung. Die Symptome klingen durch Ausruhen wieder ab.
Folgen einer koronaren Herzerkrankung
Eine koronare Herzkrankheit kann lange stabil verlaufen. Sie kann jedoch über die Zeit Folgeerkrankungen wie einen Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen (beispielsweise Vorhofflimmern) und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) hervorrufen. Daher sollte eine chronische Erkrankung des Herzens regelmäßig kontrolliert und beobachtet werden.
Diagnose einer koronaren Herzerkrankung
Dafür führen wir zunächst ein Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe oder Belastung – insbesondere bei Verdacht auf einen Herzinfarkt – oder einen Ultraschall des Herzens (Echokardiografie) durch. Bei Bedarf setzen wir weitere bildgebende Verfahren zur Absicherung der Diagnose ein und führen zusätzliche körperliche Untersuchungen durch, um Ihr Risiko für Folgeerkrankungen zu bestimmen. Eine Herzkatheteruntersuchung, bei der ein Katheter über das Handgelenk oder die Leiste bis zu den Herzkranzgefäßen geführt wird, liefert uns wertvolle Informationen über den Gefäßstatus Ihres Herzens und ermöglicht – wenn nötig – eine direkte Behandlung.


So behandeln wir Ihre koronare Herzkrankheit
Koronare Herzerkrankung: Behandlung ohne Operation
Die Beschwerden lassen sich meist sehr gut medikamentös lindern. Betablocker, Kalziumkanalblocker und Nitrate werden häufig eingesetzt, um eine chronische koronare Herzkrankheit zu stabilisieren und die Einschränkungen im Alltag minimal zu halten. Um Folgeerkrankungen wie einem Herzinfarkt oder einer Herzschwäche vorzubeugen, können Sie selbst viel tun. Eine herzgesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung im Alltag und ein Verzicht aufs Rauchen können sehr viel bewirken. Darüber hinaus können auch Medikamente wie niedrig dosierte Acetylsalicylsäure (ASS), die die Blutgerinnung hemmen, oder Statine, die sich positiv auf die Blutfettwerte auswirken, die koronare Herzerkrankung stabilisieren helfen.
Wir raten zudem zu einer regelmäßigen Nachsorgeuntersuchung – idealerweise im Abstand von drei bis sechs Monaten – für die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und gegebenenfalls Blutfettwerten. In den Leitlinien wird zudem eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen, da eine Grippe bei einer koronaren Herzerkrankung schwerer verlaufen kann.
Schonender Eingriff bei koronarer Herzkrankheit
Bei einem Herzkathetereingriff (Angioplastie) wird über eine Arterie in der Leiste oder seltener im Handgelenk ein dünner Herzkatheter in das betroffene Gefäß bis zur verengten Stelle geführt. Dort wird die Spitze des Katheters aufgeblasen. Dafür weitet sich das Gefäß, und wir können ein Röhrchen aus Drahtgeflecht (Stent) einsetzen, das einen zukünftigen erneuten Verschluss verhindert.
Wenn mehrere Koronargefäße betroffen sind oder die Verengungen für einen Stent ungünstig liegen, empfehlen die europäischen Leitlinien eine Bypass-OP, bei der ein Blutgefäß an einer anderen Stelle in Ihrem Körper entnommen und eingesetzt wird, um das blockierte Gefäß zu umgehen.
Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile, und unsere Spezialisten besprechen individuell mit Ihnen, welche Methode für Sie infrage kommt. Dabei berücksichtigen wir neben der Lage und Schwere der Einengungen auch Ihr Alter und eventuell vorliegende Begleiterkrankungen.

Mit der richtigen Nachsorge sicher zurück in den Alltag
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