Mittelohr-Erkrankungen

Damit Sie wieder ganz Ohr sein können

Hörverlust, Schwindel oder schmerzhafte Mittelohrentzündungen: Das sind nur einige der unangenehmen Symptome, wenn das Mittelohr erkrankt. In diesen Fällen sind Spezialisten gefragt, die eine eindeutige Diagnose stellen und mit viel Erfahrung und Kompetenz operieren.

Unser erfahrene HNO-Ärzte und Ärztinnen in den Schön Kliniken sind darauf spezialisiert, Mittelohrerkrankungen effektiv und schmerzarm zu behandeln. Mit modernsten Verfahren bekommen wir Ihre Beschwerden in den Griff.

Fachlich geprüft von Dr. Bernhard Robbers

Welche Mittelohr-Erkrankungen gibt es?

Zu den häufigsten Mittelohrerkrankungen gehören:

  • Cholesteatom (chronische Knocheneiterung, „Knochenfraß“ mit Zerstörung der Gehörknöchelchen-Kette)
  • chronisch eitrige Mittelohrentzündung
  • Schwindel
  • Gleichgewichtserkrankungen wie Morbus Menière
  • Hörverlust/-minderung
  • Otosklerose
  • chronische Mittelohr-Belüftungsstörungen
  • Gehörgangsmissbildungen/-verengungen (Stenosen)
  • Trommelfellverletzungen
Mann mit grauem Haar und Bart hält sich schmerzverzerrt das rechte Ohr, Augen vor Schmerz geschlossen

Ursachen: So entstehen Mittelohr-Erkrankungen

Mittelohrentzündung – Ursachen
Die Ursache für kindliche Mittelohrentzündungen liegt meist in einem verengten Mittelohrkanal. Im Laufe der kindlichen Entwicklung heilen diese Entzündungen oft von selbst ab, weil die Belüftungsräume durch das Wachstum größer werden. Führt der verengte Mittelohrkanal allerdings zu einer chronischen Mittelohrentzündung, kann auch das Trommelfell Schaden nehmen. Das kann zu einer Unterbrechung der Gehörknöchelchen-Kette oder zu einem Loch im Trommelfell führen. Daraus können dann sogar Knochenentzündungen entstehen.



Genetische Ursachen
Zu den angeborenen Ursachen gehört die Otosklerose, die mit einer Versteifung der Gehörknöchelchen-Kette einhergeht. Sie führt dazu, dass der Schall nicht mehr richtigauf das Innenohr übertragen wird.



Trommelfellverletzungen
Wasser hinter dem Trommelfell kann zu einem Riss im Trommelfell führen. Wenn sich das Loch nicht verschließt, kann eine chronische Entzündung entstehen, die auf Dauer die Gehörknöchelchen-Kette angreift. Auch Gewalteinwirkungen, zum Beispiel Ohrfeigen, können zu einer Trommelfellverletzung führen.

Symptome der verschiedenen Mittelohr-Erkrankungen

Ein typisches Anzeichen ist das laufende Ohr, aus dem Eiter abfließt. In manchen Fällen können auch zeitweilige Hörminderungen bis hin zum totalen Hörverlust auftreten. Wenn durch eine Knocheneiterung das Gleichgewichtsorgan mit beeinträchtigt ist, können die Betroffenen unter Schwindel leiden. Manche Menschen klagen zudem über Ohrgeräusche. Ohrenschmerzen sind dagegen selten, sie sind eher ein Anzeichen für eine akute Entzündung.

Diagnose: So stellen wir Mittelohr-Erkrankungen fest

Vor der Festlegung einer geeigneten Behandlung steht selbstverständlich eine ausführliche Diagnose. Nach dem Erstgespräch untersuchen unsere Spezialisten Ihr Ohr umfassend. Dazu stehen uns eine ganze Reihe von Methoden zur Verfügung. Zunächst erfolgt immer eine Hörprüfung, anschließend wählen wir unter folgenden Diagnosemaßnahmen aus:
  • Bestimmung der Hörschwelle
  • Impedanz-/Belüftungsprüfung des Mittelohres
  • Sprachverständlichkeitstest
  • Untersuchungen im Störlärm
  • Hörtests zur Prüfung der Haarzellen (OAE) des Innenohres
  • Messung der Hörnerven-Potenziale und Hirnnerven-Leitgeschwindigkeit (BERA)
  • umfangreiche Diagnostik der Gleichgewichtsorgane
  • Kalorik (Spülung der Gehörgänge mit abwechselnd kaltem und warmem Wasser, um das periphere Gleichgewichtsorgan seitengetrennt zu überprüfen)
  • Drehstuhltest (hierbei werden Sie mit einer Videobrille auf einem Stuhl 30 Sekunden lang in eine Richtung gedreht)
Mann entspannt auf Sofa mit Kopfhörern und genießt beschwerdefreies Hören nach Hörbehandlung

Herausragende medizinische Versorgung für Ihre Ohren

Oftmals lassen sich Mittelohrerkrankungen konservativ, also ohne Operation, behandeln. Aber selbst wenn eine Operation unumgänglich ist, sind Sie bei uns in besten Händen. Wir bieten Ihnen das gesamte Spektrum der Ohroperationen und führen sämtliche operativen Eingriffe (zum Beispiel Trommelfelldefekte, Rekonstruktion der Gehörknöchelchenkette) bis hin zur Schädelbasischirurgie durch. Bei der sogenannten Tubendilatation, einem Eingriff bei chronischer Mittelohrbelüftungsstörung, haben wir eine der wenigen Schwerpunktkliniken in Deutschland.
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Gut zu wissen: Unsere Mittelohrchirurginnen und -chirurgen haben maßgeblich bei der Entwicklung von Titanimplantaten zur Hörverbesserung in Deutschland mitgewirkt.

Konservative Behandlung bei Mittelohrerkrankungen

Wenn Schwindel und Gleichgewichtsstörungen auftreten, helfen zunächst Medikamente, die den Magen beruhigen und die Übelkeit vertreiben. Anschließend kann eine Physiotherapie helfen, den Gleichgewichtssinn wiederherzustellen.
Auch bei plötzlich einsetzenden Ohrgeräuschen (Tinnitus) ist eine konservative Behandlung angezeigt. Mit Medikamenten, aber vor allem mit kompetenter Beratung – Stichwort Stressabbau – können wir Ihnen helfen, den akuten Tinnitus zu beenden und besser mit dem chronischen Tinnitus zu leben.

Mittelohrentzündung – Behandlung
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Die Therapie der Mittelohrentzündung besteht aus Medikamenten, gegebenenfalls mit Antibiotika. Auch eine Verschreibung von Hörhilfen (Hörgeräten) ist möglich.
Sind alle konservativen Mittel ausgeschöpft, beraten wir Sie, welche Mittelohroperation für Ihren individuellen Fall die beste ist.
 

Mittelohroperationen

Unsere erfahrenen Mittelohrchirurginnen und -chirurgen behandeln operativ das gesamte Spektrum von Mittelohrerkrankungen, in allen Schwierigkeitsgraden. Dabei gehen wir immer mikroskopisch vor. Wir führen alle Formen der sanierenden Ohroperationen inklusive der Schädelbasischirurgie durch.

Was hilft bei Ohrenschmerzen?

Überblick über häufig durchgeführte Operationen:
  • Einsetzen von Titanimplantaten zur Verbesserung der Hörleistung
  • Einsetzen von teilimplantierbaren sowie knochenverankerten Hörgeräten (BAHA-Implantate)
  • Operation des Gleichgewichtsorgans, zum Beispiel bei Patientinnen und Patienten mit Morbus Menière
  • Ballondilatationen bei Belüftungsproblemen des Mittelohrs:
  • Dieses innovative, schmerzlose Verfahren setzen wir bereits ab einem Alter von fünf Jahren ein, um das Auftreten von chronischen Mittelohrerkrankungen zu verhindern. Hierbei wird die Engstelle im Bereich des Mittelohrkanals über einen Ballon aufgedehnt, sodass sich die Belüftungssituation des Mittelohrs normalisieren kann.
  • Steigbügeloperationen (Stapesoperationen) zum Ersatz oder zur Wiederherstellung eines der drei Gehörknöchelchen
Wenn bei Ihnen eine stationäre Aufnahme nötig ist, bleiben Sie im Durchschnitt drei Tage. Dann dürfen Sie sich zu Hause in Ruhe erholen.
Nach einer ambulanten Behandlung können Sie direkt nach Hause fahren.
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Die Nachsorge erfolgt in der Regel bei der HNO-Ärztin beziehungsweise beim HNO-Arzt vor Ort. Wenn Sie möchten, führen wir die Nachsorge in den ersten 14 Tagen nach Ihrer OP auch gerne bei uns in den Schön Kliniken durch.

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