Kindertherapie: Entwicklung und Kindheit: vom Saugen zur Reife – Behandlung nach N.A.P. - Modul II
Zeit: 1. Tag 14.00- 18.00 Uhr, 2.-3. Tag von 09.00-18.00 UhrModul II – Funktionelle Analyse, Assessments & N.A.P.-basierte Interventionen
Der Kinderkurs in der Therapie nach N.A.P. vermittelt dem Therapierenden das Wissen, welche Körperstruktur für bestimmte Aktivitäten (z. B. gehen, greifen und stützen) wie funktionieren müssen. Unter der aktiven Handlung des Patienten bzw. der Patientin, kann der Therapeut bzw. die Therapeutin einen gezielten Input geben, um das motorische Lernen zu fördern. Als Grundlage dient das Wissen über die Biomechanik und neurophysiologische Prinzipien. Was sagen uns Meilen- und Grenzsteine in der Ontogenese? Warum ist die Stützaktivität oft bei Säuglingen verzögert ausgeprägt? Spezielle N.A.P. Techniken werden erlernt, in denen der Therapeut als Fixierung der Biomechanik dient, während das Kind aktiv eine sinnvolle Aktivität ausführt.
Funktionelle Analyse & Clinical Reasoning nach N.A.P.®
- Aktivitätsanalyse: von der Hypothese zum Therapieziel zur Förderung des motorischen Lernens
- Ableitung relevanter Funktionsketten (Fußstabilität – Beckenaufrichtung, Zwerchfellatmung)
- Enriched Environment als Therapieprinzip in der Kindertherapie
- Partizipations- und Aktivitätsziele nach ICF (Kind, Familie, Umfeld)
Assessments in der Kindertherapie
- Motorische Assessments: z. B. GMFCS, GMFM, HINE, TIMP
- Posturale Kontrolle (reaktive, präaktive und dynamische Stabilität und Systeme für Gleichgewicht): geeignete Assessments
- MAS – Validität, Limitationen und klinischer Einsatz bei Kindern
- Dokumentation, Verlaufsbeurteilung & Zielüberprüfung nach ICF
Interventionen nach dem N.A.P.®-Modell
- Ableitung individueller Therapieziele und Strategien aus den klinischen Befunden
- Förderung, Orientierung, Lastübernahme, Reorganisation
- Bewegungsübergänge, Mobilität, Gleichgewicht, Stand–Gang
- Einbindung von Atmung und Haltung in sinnvolle Aktivitäten
Therapie komplexer Störungsbilder
- ICP: posturale Kontrolle, Fortbewegungsstrategien, Alltagstransfer
- Ataxie: Variabilität, sensorische Sicherheit, Rhythmus, Dosierung
- Spastische Parese: Dosierung, aktives Dehnen, Kraftausdauer, kardiopulmonales Training
- SHT: multisensorische Integration, Reizdosierung, vegetative Regulation
- Entwicklungsprofile & Therapieprogression: Was ist der „nächste sinnvolle Schritt“? (fordern und fördern für Partizipation und Teilhabe)
Elterncoaching & Alltagstransfer
- Umsetzung von Therapieinhalten in Alltagssituationen (Tragen, Sitzen, Essen, Spielen)
- Anleitung, Dosierung, Hausaufgabenkonzepte
- Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Eltern und Betreuungssystemen
- sinnvolle Hilfsmittel
Manualtherapeutische Techniken im Kontext der Funktion
- spezifische Herstellung der erforderlichen biomechanischen Situation: Fuß, Becken, TLÜ
- Verknüpfung von Biomechanik und Willkürmotorik
- funktionelle Einbettung: biomechanische Voraussetzungen herstellen, um propriozeptive Rückmeldung als Startpunkt für Handlungsplanung zu ermöglichen
Videofeedback, Praxisbeispiele & Fallsupervision
- Videobasierte Analyse von Bewegungs- und Gangstrategien
- gemeinsame Ableitung der nächsten Therapieziele und -schritte
- interaktive Fallsupervision (Kinder mit ICP, Ataxie, spastischer Parese, SHT)
Zeit: 1. Tag 14.00- 18.00 Uhr, 2.-3. Tag von 09.00-18.00 Uhr
Zielgruppe: Therapeuten
Dauer: 22 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
Kursleitung: N.A.P.-Akademie
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Termine
Montag, 6. September 2027 – Mittwoch, 8. September 2027
14:00–18:00 Uhr
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Preis: 420,00 €
14:00–18:00 Uhr
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Preis: 420,00 €
Kontakt Person

Joachim Wagner
Aus-, Fort- und Weiterbildung
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Tel.: 49 40 20 92 16 43