Forced Use Therapie nach Utley/Woll - Grundkurs
Kurszeiten Tag 1 immer 9:00-17:00 und an allen anderen Tagen 8:30-17:00 Uhr
Teil 1 vom 20.-22.08.2027, Teil 2 vom 21.-24.10.2027, Teil 3 vom 01.-05.12.2027 und Teil 4 vom 17.-20.02.2028
Ziel:
Die Teilnehmenden erwerben fundierte Kenntnisse des Forced-Use-Konzepts nach Utley/Woll sowie weiterer zentraler Prinzipien der Neurorehabilitation: Intensität, Wiederholung, aufgaben- und kontextspezifisches Training und evidenzbasiertes Krafttraining.
Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse lernen sie, diese Prinzipien gezielt in den Therapiealltag zu integrieren – sowohl bei schwer betroffenen Klient:innen (B-Phase) als auch bei leichter oder chronisch betroffenen Personen (C-Phase und darüber hinaus).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf spezifischen manualtherapeutischen Techniken zur Behandlung von Gelenkeinschränkung im Kontext von Spastik und Hypertonus.
Die gezielte Verknüpfung von Theorie und Praxis erweitert die therapeutischen Kompetenzen in den Bereichen Neuroplastizität, motorisches Lernen und Wiederherstellung motorischer Kontrolle nach Hirnschädigungen.
Kursinhalte:
Der Kurs fokussiert auf die klinische Anwendung der Forced-Use-Paradigmen bei Klient:innen mit neurologischen Funktionsstörungen. Teilnehmende lernen:
- Bewegungsanalysen durchzuführen und zur Befunderhebung zu nutzen
- Hypothesen zu Bewegungsabweichungen zu entwickeln und durch gezielte Tests zu überprüfen
- Forced-Use-Behandlungsstrategien, inklusive Mobilisations- und Fazilitationstechniken, umzusetzen
- Funktionelle Behandlungspläne zu erstellen, die repetitives, alltagsnahes Training für obere und untere Extremitäten enthalten
- Motorische Kontrolle gezielt über die Stimulation der Körpersegmente wiederherzustellen
Kursstruktur:
Modul 1: Manuelle Therapie bei Spastik und Hypertonus
In diesem Modul werden manuelle Techniken gelehrt, mit besonderem Fokus auf den Umgang mit verändertem Muskeltonus und Spastizität. Der Kurs „Manuelle Therapie bei Spastik und Hypertonus" kann separat gebucht werden und ist anrechenbar; er ersetzt dann das Modul 1.
Modul 2: Bewegungsanalyse und Befund
Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der Bewegungsanalyse von „normaler" Bewegung und deren Abweichungen bei neurologischen Klient:innen. Die Teilnehmenden erlernen systematische Beobachtungs- und Analyseverfahren sowie konkrete Techniken zur Hypothesenbildung über mögliche Ursachen von Bewegungsabweichungen. Ziel ist es, ein strukturiertes Vorgehen für den klinischen Befund zu entwickeln, das als Grundlage für gezielte therapeutische Interventionen dient.
Modul 3: Behandlungsmanagement der unteren und oberen Extremitäten
Entwicklung von Behandlungsplänen, Ganganalyse und Gangfazilitation, sowie Forced-Use-Aktivitäten unter Einbeziehung aller fünf Körpersegmente. Praktische Anwendung des Gelernten an Klient:innen für 2 Stunden täglich, um das Verständnis und die Anwendung der Techniken zu vertiefen.
Modul 4: Behandlungsmanagement mit Schwerpunkt der oberen Extremitäten
Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der praktischen Anwendung des Forced-Use-Paradigmas mit Fokus auf die obere Extremität. Dabei werden zentrale evidenzbasierte Methoden der Neurorehabilitation integriert und im Therapieprozess miteinander verknüpft.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang von geschlossener in halboffene Kette sowie dem sequenziellen, aufgabenspezifischen Training. Die Teilnehmenden lernen, diese Prinzipien gezielt in der Behandlung einzusetzen, um motorisches Lernen und funktionelle Alltagsaktivitäten zu fördern.
Die Umsetzung erfolgt praxisnah in Form von täglichen Anwendungseinheiten an Klient:innen (2 Stunden pro Tag), in denen das erworbene Wissen direkt erprobt und reflektiert wird.
Anforderungen im Kurs:
Zur Vertiefung des Gelernten werden zwischen den Modulen praxisorientierte Transferaufgaben bearbeitet. Sie unterstützen die Übertragung der Kursinhalte in den beruflichen Alltag.
Vor dem letzten Modul wird ein Abschlussprojekt erstellt, das die erworbenen Kompetenzen festigt und auf die eigenständige Anwendung der Forced Use Therapie vorbereitet.
Die Transferaufgaben sowie das Abschlussprojekt sind Bestandteil des Kurskonzepts und Voraussetzung für den Erwerb des Zertifikats.
Kurszeiten
Tag 1 immer 9:00-17:00 und an allen anderen Tagen 8:30-17:00 Uhr
Tag 1 immer 9:00-17:00 und an allen anderen Tagen 8:30-17:00 Uhr
Teil 1 vom 20.-22.08.2027, Teil 2 vom 21.-24.10.2027, Teil 3 vom 01.-05.12.2027 und Teil 4 vom 17.-20.02.2028
Zielgruppe: Therapeuten
Dauer: 120 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
Kursleitung: Frau Anne-Gro Salmen
Maximale Teilnehmerzahl: 18
Termine
Freitag, 20. August 2027 – Sonntag, 22. August 2027
09:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 21. Oktober 2027 – Sonntag, 24. Oktober 2027
09:00–17:00 Uhr
Mittwoch, 1. Dezember 2027 – Sonntag, 5. Dezember 2027
08:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 17. Februar 2028 – Sonntag, 20. Februar 2028
09:00–17:00 Uhr
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Preis: 2.500,00 €
09:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 21. Oktober 2027 – Sonntag, 24. Oktober 2027
09:00–17:00 Uhr
Mittwoch, 1. Dezember 2027 – Sonntag, 5. Dezember 2027
08:00–17:00 Uhr
Donnerstag, 17. Februar 2028 – Sonntag, 20. Februar 2028
09:00–17:00 Uhr
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Preis: 2.500,00 €
Kontakt Person

Joachim Wagner
Aus-, Fort- und Weiterbildung
Schön Klinik Hamburg Eilbek
Tel.: 49 40 20 92 16 43