Chronische Wunden
Chronische Wunden: Wir versorgen Sie umfassendIn den Finger geschnitten, das Knie aufgeschlagen – kleine und sogar größere alltägliche Wunden heilen in der Regel von selbst. Aber es kann auch anders kommen: Die Wunde verschließt sich nicht oder geht immer wieder auf. Wunden, die nach acht Wochen nicht abgeheilt sind, gelten als chronisch. Bekanntes Beispiel für chronische Wunden sind die gefürchteten „offenen Beine“.
In den Schön Kliniken bieten wir neben stadiengerechter Wundversorgung sämtliche wissenschaftlich gesicherten, insbesondere gefäßchirurgischen Behandlungsmethoden. Wichtig ist uns auch, unsere Patientinnen und Patienten zugewandt und verständnisvoll zu versorgen und ihnen Mut zu machen. Gemeinsam bekommen wir das hin!
Risikofaktoren für chronische Wunden

Durchblutungsstörungen
Diabetes mellitus
Immunschwäche
Druck auf die Haut
Beschwerden bei chronischen Wunden
- Schmerzen abhängig von Größe und Tiefe der Wunde
- quälender Juckreiz, vor allem nachts
- Schlafmangel
- Bewegungseinschränkungen
- unangenehmer Wundgeruch
- Nässen der Wunde
- rötlich-bräunliche Verfärbungen rund um die Wunde
- schmerzhafte bakterielle Entzündungen
Chronische Wunden belasten die Seele
So untersuchen wir eine chronische Wunde
- ausführliche Anamnese zum Entstehen der Wunde, zu Grunderkrankungen (z.B. Diabetes, schwere Thrombosen), Auslandsaufenthalten, zeitlichem Auftreten der Wundschmerzen
- Untersuchung des venösen und arteriellen Gefäßsystems: Erhebung des Pulsstatus (Ertasten des arteriellen Pulses an z. B. den Füßen); Ultraschall zur Unterscheidung einer venösen und einer arteriellen Erkrankung; bei arterieller Gefäßerkrankung eventuell MR-Angiografie
- bakteriologische Untersuchung mit Wundabstrichen, eventuell auch Biopsie (Gewebeentnahme)
- Untersuchung der Wundränder auf krankhafte Veränderungen

Behandlung, Therapie, OP
Wundbehandlung mit modernsten Methoden
Dank der modernen Wundversorgung und der heutigen medizinischen Möglichkeiten, insbesondere der Gefäßchirurgie, können auch schwerste chronische Wunden so effizient therapiert werden, dass Amputationen als letzte Behandlungsmöglichkeit sehr selten geworden sind.
Gefäßchirurgische Behandlung von chronischen Wunden
Kleinere Gefäßabschnitte dehnen wir mit Kathetern und Ballons auf und setzen gegebenenfalls einen Stent (Stütze der Gefäßwand) ein. Diese Eingriffe können in der Regel sehr schonend erfolgen. In schwereren Fällen ist der Einsatz von Gefäßprothesen aus Kunststoff oder körpereigenen Gefäßen möglich.

Wundmanagement - So versorgen wir chronische Wunden
- Wundreinigung: Eine chronische Wunde muss regelmäßig von medizinischem Fachpersonal versorgt und neu verbunden werden. Bei jedem Verbandswechsel wird die Wunde mit einer Kochsalz- oder Elektrolytlösung gespült.
- Wundtoilette: Bei Entzündungen und starkem Wundgeruch kann die Wunde nach der Wundspülung noch weitergehend gereinigt werden. Bei dieser sogenannten Wundtoilette („Débridement“) werden mit einer Pinzette oder einem Skalpell abgestorbene Zellen und entzündetes Gewebe vorsichtig entfernt. Diese Maßnahme kann für die Patientinnen und Patienten schmerzhaft sein. Deshalb bekommen sie meist Schmerzmittel, bei schlimmen Wunden (z.B. schlecht heilenden Operationswunden) eventuell eine Betäubung.
- Wundauflage: Chronische Wunden werden mit einer Auflage abgedeckt und geschützt. Als Wundauflage eignen sich – je nach Art der Wunde – feuchte Kompressen, Folien oder sogenannte Hydrogele. Um Juckreiz zu lindern und zu verhindern, dass die Haut austrocknet, wird auf die Wundumgebung eine Feuchtigkeitspflege aufgetragen.
Wie chronische Wunden besser heilen
Bei diesem modernen Verfahren wird die chronische Wunde einem Unterdruck ausgesetzt. Dazu wird ein steriler Schwamm auf die Wunde gelegt und mit Folie luftdicht auf der umliegenden Haut fixiert. Ein kleiner Schlauch führt aus dem Schwamm zu einer Pumpe. Der erzeugte Unterdruck hält die Wunde gleichmäßig feucht und regt die Durchblutung an.
Biochirurgie mit Fliegenmaden
Lebende Fliegenmaden werden steril auf abgestorbenes Gewebe aufgebracht und durch einen Verband eingeschlossen. Die Made sondert in der Wunde ein Speichelsekret ab, das die abgestorbenen Gewebeteile verflüssigt. Das beseitigt nicht nur wirkungsvoll den Wundgeruch, die Maden wirken auch antibakteriell, reduzieren die Keime und stimulieren die Bildung von neuem Gewebe.
Hauttransplantation bei großen chronischen Wunden
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