Behandlungsmethoden

Heilung_nach_operativer_Stabilisierung

Zurück zur vollen Beweglichkeit

Die Oberschenkelhalsbruch-Therapie hängt immer von Ihrem Gesamtzustand ab und wird gemeinsam mit Ihnen getroffen. Bei Patienten unter 60 Jahren versuchen wir, das eigene Gelenk zu erhalten. Dazu kann eine längere Phase der Entlastung, zum Beispiel durch Unterarm-Gehstützen, von sechs Wochen nötig sein.

Bei der Behandlung von Patienten über 70 Jahren steht die sofortige Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit im Vordergrund. Da ältere Menschen in der Regel nicht in der Lage sind, ein Bein durch Unterarm-Gehstützen zu entlasten, ersetzen wir das verletzte Hüftgelenk durch eine Prothese. So können wir Ihnen eine längere Immobilität ersparen. 

Operative Behandlungsmethoden

Oberschenkelhalsbruch: OP bei Schenkelhalsbruch

Schenkelhalsbrüche bei älteren Patienten werden in der Regel mit einer speziellen, einzementierten Oberschenkelkopf-Prothese versorgt. Dabei werden nur der abgebrochene Schenkelkopf und Schenkelhals ersetzt. Die Hüftgelenkspfanne bleibt unberührt. Sie wird nur dann durch eine künstliche Pfanne ersetzt, wenn bereits vorher eine schwere Schädigung durch Gelenkverschleiß vorgelegen hat.

Der Vorteil dieser „halben“ Prothese (Bipolarprothese) liegt darin, dass der Eingriff weniger belastend ist als bei einer kompletten Endoprothese. Zudem ist die OP-Zeit deutlich kürzer. Ziel bei beiden Prothesenarten ist eine Mobilisation des betroffenen Beines unter Vollbelastung bereits am ersten Tag nach der Operation.

Oberschenkelhalsbruch: OP bei „pertrochantärer“ Oberschenkelfraktur

Die Versorgung „pertrochantärer“ Oberschenkelbrüche erfolgt meist mit Schrauben oder Nägeln. Während des operativen Eingriffs wird der gebrochene Knochen zunächst durch Zug und Rotation „eingerichtet“. Ist eine gute Stellung des Bruches erreicht, wird zur Stabilisierung von oben ein kurzer Nagel in den Oberschenkelknochen eingeführt. Bei instabilen Bruchformen wird zur besseren Führung ein langer Nagel implantiert. Die Operationsmethode ist ausgesprochen bewährt und dauert etwa 30 Minuten. Auch hier ist die Vollbelastung sofort nach der Operation möglich.