Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

Kleine Tipps zum rückenschonenden Gärtnern

Gartenarbeit macht Spaß, ob im Frühjahr oder Herbst. Darüber hinaus ist die Bewegung an der frischen Luft auch noch gesund. Doch wem nach stundenlangem Umgraben, Bäume versetzen oder Unkraut zupfen stechende Rückenschmerzen die gute Laune verderben, der hat etwas falsch gemacht.

Unsere Bewegungs- und Ergotherapeuten haben deshalb große und kleine Tricks für die rückenfreundliche Gartenarbeit zusammengestellt, damit sie schmerzfrei graben, pflanzen und jäten können.

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Achten Sie auf Ihre Haltung

Der Sack Blumenerde, die 10-Liter Gießkanne und der Baumsetzling haben eines gemeinsam: sie sind schwer! Hier meldet sich der Rücken relativ zeitig – denn das Tragen schwerer Gegenstände drückt auf die Bandscheiben. Umarmen Sie einfach mit beiden Armen den Sack Blumenerde – je enger Sie Gegenstände am Körper tragen, desto weniger Hebelkraft wirkt schädlich auf den Rücken.

Generell gilt: Niemals vorgebeugt oder in gebeugter Haltung zum Beispiel die Gießkanne über den Rasen tragen. Besser in die Knie gehen, die Kanne mit beiden Händen vom Boden heben und dann mit geradem Rücken das schwere Ding an seinen Bestimmungsort bewegen. Der Rücken bleibt am besten gerade. Immer und bei jeder Arbeit. Deshalb gilt gleiches auch für die Arbeit im Beet: Nicht vorgebeugt das Unkraut zupfen, sondern mit geradem Rücken in die Knie gehen. So ist es möglich aufrecht zu arbeiten.

Ein Muss: Gartengeräte mit langen Griffen und Stielen.

Je aufrechter Sie arbeiten, desto besser – Ihr Rücken wird es Ihnen danken. Die passenden Arbeitsgeräte helfen Ihnen dabei. Denn je länger der Griff oder Stiel von Hacke, Schaufel oder Besen, desto weniger müssen Sie sich bücken – und können sogar stehend arbeiten. Verabschieden Sie sich also von den zu kurz geratenen Schätzchen.

Weiterer Pluspunkt: Wer stehend arbeiten kann, hat die Möglichkeit, sein Gewicht gleichmäßig auf beide Füße zu verteilen. Nehmen Sie hierfür eine Schrittstellung ein und wechseln Sie häufiger Ihre Position. Denn wer länger als 30 Minuten in der gleichen Haltung verharrt, der bekommt häufig einen kleinen Schmerzreiz vom Rücken geschickt – als kleine Erinnerung, dass es Zeit wird, die Position zu wechseln.

Teilen Sie sich die Arbeit ein!

Machen Sie nicht alles auf einmal. Es muss nicht beim ersten Sonnenstrahl alles blitzblank sein. Und auch ein ungemähter Rasen kann Freude machen. Wer auf der Wiese liegt oder auf der Terrasse sitzt, gönnt seinem Rücken die Regenerationszeit, die er nach der anstrengenden und auch ungewohnten Gartenarbeit verdient hat. Teilen Sie deshalb Ihrem Rücken zu Liebe die Gartenarbeit ein.

Jeden Tag ein wenig hacken, zupfen oder zurechtstutzen wirkt sich zudem positiv auf bereits vorhandene Rückenschmerzen aus. Bewegung tut gut. Viele Positionswechsel lockern die Muskulatur und lösen Verspannungen. Aber auf die Ausgewogenheit kommt es an.

Tragen Sie nichts, was Sie auch rollen könnten!

Wenn doch alle schweren Dinge Rollen hätten... Schwere Lasten zu tragen ist das Schädlichste, was Sie Ihrem Rücken antun können. Der Rücken wird gestaucht, Wirbelsäule und Bandscheiben stark zusammengedrückt. Tragen Sie deshalb auch nicht mit Helfern den neuen Baumsetzling vom Auto in den Garten – stellen Sie ihn auf eine Schubkarre und fahren Sie ihn. Oder besorgen Sie sich Rollbretter für schwere Kübelpflanzen, die aus dem Winterquartier im Haus zurück auf die Terrasse sollen.

Die Regel lautet: Tragen Sie nichts, was Sie auch rollen können. Wer sich hieran hält, wird seinem Rücken so einige Kilos ersparen. Und ein entlasteter, bewegter und gleichzeitig entspannter Rücken ist ein gesunder Rücken.

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