Fibromyalgie

Lernen, mit der Krankheit zu leben

Erschöpfung und chronische Schmerzen im ganzen Körper? Hierbei kann es sich um ein Fibromyalgiesyndrom (FMS), zu Deutsch „Faser-Muskel-Schmerz“, handeln. Bei einer Fibromyalgie kommt es zu anhaltenden Schmerzen im Bereich der Muskeln und Sehnenansätze. Darüber hinaus sind Schlafstörungen, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme typische Symptome. Die Fibromyalgie gehört zu den chronischen Schmerzerkrankungen. Betroffene sind in ihren Aktivitäten und den Möglichkeiten, sich in allen Bereichen ihres Lebens so zu entfalten, wie sie möchten, eingeschränkt. Es kommt zu erheblichem Leidensdruck und einer Verminderung der Lebensqualität.


Die Fachleute der Schön Kliniken nehmen sich Ihrer Schmerzerkrankung an. Mit einer multimodalen Schmerztherapie im Rahmen einer tagesklinischen oder stationären psychosomatischen Behandlung unterstützen wir Sie dabei, Ihre Beschwerden zu lindern und besser mit den chronischen Schmerzen leben zu können.
chronsiche-schmerzen-des-bewegungssystems

Ursachen & Symptome

Ursachen: So entsteht eine Fibromyalgie

Bis heute ist nicht geklärt, welche Ursachen der Erkrankung zugrunde liegen. Derzeit geht man von einem bio-psycho-sozialen Krankheitsbild aus, basierend auf einer Störung der Schmerzwahrnehmung. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Fibromyalgie sind psychische und physische Stressoren am Arbeitsplatz sowie eine Neigung zu Depressionen. Auch eine genetische Veranlagung wird diskutiert, da eine familiäre Häufung zu finden ist. Störungen im Serotonin-Stoffwechsel können ebenfalls eine Rolle spielen.


Der Schmerz in Muskeln und Sehnen wird durch Verspannungen ausgelöst, die wiederum zu weiteren Verspannungen führen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. Es kommt zu chronischen Schmerzen.

Fibromyalgie: Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten

Hauptsymptom bei Fibromyalgie sind anhaltende Schmerzen von wechselnder Intensität und Lokalisation sowie eine Druckschmerzhaftigkeit an definierten Punkten („Tender Points“). Der Schmerz ist diffus und tritt vor allem im Bereich der Muskeln und Sehnen auf. Daneben treten viele weitere Beschwerden auf. Dazu gehören Morgensteifigkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, aber auch Beschwerden in anderen Organsystemen, wie Verdauungsprobleme.

Mit der Zeit dreht sich das ganze Leben nur noch um den Schmerz. Meist sind die Betroffenen davon überzeugt, dass Aktivität, Belastung oder Bewegung eher schädlich sind. Daher vermeiden sie Bewegung und Belastung. Mögliche Folgen sind Fehlhaltungen, Konditionsstörungen sowie eine Schwächung der Muskulatur.

Wenn sich die Betroffenen von ihrer Umgebung nicht verstanden fühlen, kann es auch zu Konflikten in Familie, Beruf oder Freundeskreis kommen. Dies wiederum führt von sozialem Rückzug bis hin zur Depression.

Diagnostik

Fibromyalgie – Diagnose: So stellen wir diese Erkrankung fest

Ob eine Fibromyalgie vorliegt, muss durch verschiedene Fachgebiete umfangreich abgeklärt werden. In den Schön Kliniken arbeitet daher unter anderem schmerztherapeutisches, psychosomatisches, neurologisches, internistisches und orthopädisches Personal bei der Diagnose interdisziplinär zusammen.

Gespräch und medizinische Untersuchungen

Zunächst führen wir mit Ihnen ein umfangreiches Gespräch zu Ihrer Krankheitsgeschichte. Dabei befragen wir Sie unter anderem zu Dauer und Schwere Ihrer Erkrankung. Da Symptome, wie Müdigkeit, Schwäche, Antriebs- und Schlafstörungen, auch auf andere Erkrankungen hinweisen können, untersuchen wir diese sehr sorgfältig. Zudem befassen wir uns mit Ihren Beeinträchtigungen im Alltag, Ihren Krankheitsängsten sowie psychosoziale Stressoren. Anschließend folgt eine eingehende klinische Untersuchung. Diese umfasst unter anderem Rheuma-Faktoren, Entzündungsparameter, Schilddrüsenwerte und Polyneuropathie-Parameter. Bei Bedarf kann auch eine internistische oder neurologische Untersuchung in Frage kommen.

Fachpsychotherapeutische Untersuchungen

Bei starken psychosozialen Stressoren, psychiatrischen Vorerkrankungen oder auch wenn es Ihnen schwerfällt, mit Ihrer Erkrankung umzugehen, sind fachpsychotherapeutische Untersuchungen sinnvoll. Eine Verhaltensanalyse kann sehr hilfreich sein, um aufrechterhaltenden und verstärkenden Bedingungen sowie individuellen Stressoren auf den Grund zu gehen. Testpsychologische Fragebögen runden schließlich die Diagnostik ab.