Behandlungsmethoden

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Den Tremor gezielt vermeiden

Ein Tremor gut behandelbar. Vor allem in der Verhaltenstherapie lernen Sie, welches Verhalten den Tremor auslöst und wie Sie entsprechende Situationen vermeiden können. In der Schön Klinik haben wir aber noch weitere Behandlungsmethoden, um Ihren Tremor in den Griff zu bekommen.

Konservative Behandlungsmethoden

Ergotherapie: Kompensationsstrategien für das Schreiben und Essen

Beispiele für das Training:
  • Keine ganzen Worte schreiben, sondern nach einigen Buchstaben absetzen oder gleich Druckschrift verwenden
  • Ablagefläche der Arme beim Schreiben vergrößern.
  • Beim Essenschneiden die Unterarme so gut wie möglich auflegen und den Ellbogen aufgestützt lassen, wenn das Besteck zum Mund geführt wird.
  • Verwendung von beschwertem Besteck oder von Gewichtsmanschetten am Handgelenk

Therapie mit Medikamenten

Ob unsere Ärzte eine Therapie mit Medikamenten empfehlen, hängt ganz von Ihren individuellen Bedüfnissen und von Ihrem Leidensdruck in Beruf und Freizeit ab.

Betablocker bei essenziellem und physiologischem Tremor
In der Therapie haben sich vor allem Betablocker bewährt. Im Gehirn beeinflussen sie die Steuerung des essenziellen Tremors, während sie an den Nervenenden der Muskulatur die Ausschläge eines physiologischen Tremors verringern. Beim essenziellen Tremor liegt die Erfolgsquote bei etwa 50 Prozent. Allerdings besitzt der Wirkstoff einige Nebenwirkungen, die berücksichtigt werden sollten.

Antikonvulsiva bei starkem Tremor

Das krampflösende Primidon, das nur für Epileptiker zugelassen ist, wirkt besonders bei einem Tremor mit starkem Ausschlag. Geeignet ist es für Patienten, die Betablocker nicht vertragen. Primidon wirkt oft schon bei seiner ersten Gabe, wird allerdings auch von rund einem Viertel der Patienten nicht vertragen. Die Begleiterscheinungen bei der Einnahme sind in einigen Fällen Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühle.

Botox bei Stimmtremor und Kopftremor
Bei Stimmtremor und Kopftremor ist die Therapie mit Botulinumtoxin in vielen Fällen erfolgreich.

Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson und essenziellem Tremor
Wenn Medikamente nicht anschlagen, an Wirksamkeit verlieren oder Nebenwirkungen zeigen, sollte eine tiefe Hirnstimulation in Betracht gezogen werden. Besonders bei schweren Fällen lindert dieser sogenannte Hirnschrittmacher die Beschwerden. Dabei setzen unsere Neurochirugen eine Elektrode in das Gehirngewebe ein. Die gezielte Anregung mit schwachen elektrischen Impulsen hilft, den Tremor zu unterdrücken.