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30.09.2019 18:00 Uhr

Gesamtleistung steigt in herausforderndem Umfeld um 4,6 Prozent

Im ersten Halbjahr 2019 konnte die Schön Klinik Gruppe die Gesamtleistung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um knapp 4,6% von € 412,4 Mio. auf € 431,2 Mio. steigern. Das organische Wachstum des Deutschlandgeschäfts wurde durch die im August 2018 neu eröffnete Klinik in London sowie den Bereich Mental Health UK ergänzt. Überproportional angestiegene Personal- und Sachaufwendungen sowie das Anlaufen der Aktivitäten der Klinik in London belasteten das operative Ergebnis. Das EBITDA per 30.06.2019 sank um € 16,9 Mio. auf € 25,3 Mio. und lag damit um 40% niedriger als zum Ende des ersten Halbjahres 2018.

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum 31.12.2018 um € 29,2 Mio. auf knapp € 1,717 Mrd. (-1,7%). Dabei sank einerseits der Firmenwert durch planmäßige Abschreibungen um € 21,1 Mio. auf € 359,1 Mio., während die Sachanlagen vor allem aufgrund abgeschlossener Bautätigkeiten um netto € 12,0 Mio. anstiegen. Kassenbestand und liquide Mittel lagen mit € 4,7 Mio. um € 3,2 Mio. niedriger, wobei freie Kreditlinien in erheblichem Umfang bestanden. Das Eigenkapital sank hauptsächlich aufgrund des Konzernbilanzverlusts um € 33,2 Mio. auf € 607,3 Mio. (€ 640,5 Mio.).

Erfolgsrechnung:

Die Erlöse aus Krankenhausleistungen stiegen von € 356,9 Mio. um 4,6% auf € 373,4 Mio. an. Dabei wiesen die Erlöse aus der Orthopädie mit 13,6% und der Chirurgie mit 26,3% die höchsten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Stabil entwickelten sich auch die Erlöse in der Psychosomatik mit einem Zuwachs von 7,4%. Deutlich schwächer zeigte sich die Nachfrage nach medizinischen Leistungen durch internationale Patienten, wovon vor allem unsere Standorte in Bad Aibling und Vogtareuth betroffen waren. Das medizinische Leistungsangebot dieser Häuser wird daher derzeit im erforderlichen Umfang auf die geänderten Anforderungen ausgerichtet, zudem werden am Standort Vogtareuth entsprechende Optimierungsmaßnahmen umgesetzt.

Während die Schön Klinik Gruppe die Aufwendungen für Leiharbeitskräfte im Pflegebereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfolgreich senken konnte, stiegen die Personalaufwendungen aufgrund verstärkter Personal-Einwerbungsmaßnahmen insgesamt überproportional an.

Das bislang langsamer als geplante operative Anlaufen der Aktivitäten der im August 2018 eröffneten Schön Klinik in London belastete das Ergebnis der Schön Klinik Gruppe mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag.

Dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 18,4 Mio., welche u.a. um € 6,6 Mio. höhere Instandhaltungs- und Beratungskosten beinhalten, steht aus Abrechnungs- und Bewertungseffekten ein Anstieg der sonstigen Erträge von € 12,2 Mio. gegenüber.

Das EBITDA zum Ende des 1. Halbjahres 2019 betrug € 25,3 Mio. (-€ 16,9 Mio.).

 

Bilanzielle Entwicklung:

Die Bilanz der Gruppe reduzierte sich im Vergleich zum 31.12.2018 um € 29,2 Mio. (-1,67%) auf knapp € 1,717 Mrd. Das Umlaufvermögen in Höhe von € 185,9 Mio. sank dabei um € 21,9 Mio. (-10,5%) u.a. aufgrund des Rückgangs von Forderungen aus Steuern um € 15,8 Mio. Das Anlagevermögen sank von € 1,535 Mrd. um € 10,2 Mio. auf € 1,524 Mrd. (-0,7%). Durch planmäßige Abschreibungen verringerte sich der Firmenwert um € 21,1 Mio. auf € 359,1 Mio. (-5,5%). Das Sachanalagevermögen stieg nach Abschreibungen um netto € 12,0 Mio. auf € 1,093 Mrd. (+1,1%).

Mit € 607,3 Mio. lag das Eigenkapital der Gruppe um € 33,2 Mio. niedriger als zum Ende des Vorjahres, was sich hauptsächlich aus dem Konzernjahresfehlbetrag des ersten Halbjahres in Höhe von € 33,6 Mio. ergibt.

Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30.06.2019 auf 35,4% (36,7%).

Am 16. September kündigte das Management der Schön Klinik SE eine deutliche Verschlankung der Managementstrukturen und die Verlagerung zentraler Funktionen in die Kliniken an. Im Zuge einer ersten Maßnahme wurde die Anzahl der Geschäftsführenden Direktoren von sieben auf drei reduziert. Zudem wurden weitere Personaleinsparungen beschlossen. Die damit im Zusammenhang stehenden einmaligen Aufwendungen werden das zweite Halbjahr 2019 insgesamt mit einem knapp zweistelligen Millionenbetrag belasten, was bereits ab dem Folgejahr in jährlichen Einsparungen in vergleichbarem Umfang resultieren wird.

Der Verkauf und der damit in direktem Zusammenhang stehende Verkauf der Immobilie unserer ehemaligen Klinik in Starnberg wird sich voraussichtlich in den Anfang des kommenden Jahres verschieben.

              

Über die SCHÖN KLINIK

Die größte familiengeführte Klinikgruppe Deutschlands behandelt alle Patienten, ob gesetzlich oder privat versichert. Seit der Gründung durch die Familie Schön im Jahr 1985 setzt das Unternehmen auf Qualität und Exzellenz durch Spezialisierung. Seine medizinischen Schwerpunkte sind Psychosomatik, Neurologie, Orthopädie, Chirurgie und Innere Medizin. An derzeit 23 Standorten in Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein sowie Großbritannien behandeln 10.000 Mitarbeiter jährlich rund 300.000 Patienten. Seit vielen Jahren misst die Schön Klinik Behandlungsergebnisse und leitet daraus regelmäßig relevante Verbesserungen für ihre Patienten ab.

BEREICHSLEITUNG

Sascha Röber

Bereichsleiter Finanzmanagement