Tai Chi bei Parkinson

Wer Tai Chi für sich entdeckt, bleibt länger im Gleichgewicht. Bei der alten chinesischen Kampfsportart konzentrieren Sie sich auf ruhige, fließend-harmonische Bewegungen. Wichtige Aspekte Ihren eigenen Parkinson-Symptomen entgegenzuwirken. Im Anfangsstadium der Krankheit können Sie davon profitieren. Tai Chi hat viele Bewegungsformen und auch die Parkinson-Erkrankung kann in verschiedenen Ausprägungen auftreten. Trifft der richtige Patient und die passend adaptierte Bewegungsform zusammen, kann das eine Menge verändert. Eine Studie der Schön Klinik München Schwabing hat gezeigt, Patienten die mehrmals pro Woche über ein halbes Jahr regelmäßig geübt haben, zeigten signifikante positive Effekte bezüglich ihrem Gleichgewicht und des Sturzrisikos.

Mit Tai Chi Parkinson-Symptome lindern

Durch Training die Symptome lindern

Für eine bessere Koordination, Beweglichkeit und Stabilität können Sie selbst viel tun. Die Parkinson-Experten der Schön Klinik empfehlen Ihnen ein tägliches Training, um Ihre motorische Leistung zu optimieren. Es besteht die Hoffnung, dass, wer von einem höheren Niveau aus startet, dann bei motorischen Einschränkungen länger von seinen Fähigkeiten zehren kann. Ob Sie zum Tai Chi oder anderen Ausdaueraktivitäten finden, ist letztlich nicht der entscheidende Punkt. Wichtig ist, dass Sie motorisch aktiv bleiben und gegen Ihre kleine und langsame Bewegungsdurchführung angehen. Und das am besten mit einer Bewegungsart, die Ihnen wirklich Freude macht.

Gemeinsam mit Tai Chi gegen Parkinson
Tai Chi ist ein Bereich der traditionellen chinesischen Medizin

Tai Chi – ein Standbein der traditionellen chinesischen Medizin

In der Schön Klinik ist Tai Chi ein Erweiterungsangebot der Parkinson-Therapie zu verstehen. Unsere Patienten werden unterschiedlich lang stationäre betreut. Diese Zeit nutzen wir, um weiterführende Therapie-Angebote für die Zeit nach dem Krankenhaus zu machen. Parkinson wird immer früher diagnostiziert.  Also auch in Stadien, in denen die Patienten noch weniger Einschränkungen haben. Hier ist es wichtig, dass wir ihnen verschiedene, individuell auf sie zugeschnittene Vorschläge machen können. Ziel ist dabei, Ihre Lebensqualität positiv zu beeinflussen.

Die Taoisten zielten darauf, im Gleichklang mit der Natur und in ihren Kreisläufen zu leben. Durch Meditation, Atem- und Gesundheitsübungen sowie das Praktizieren von Kampfkünsten strebten sie an, in einem möglichst langen Leben zu Einsicht und Weisheit und zu innerer und äußerer Balance zu gelangen. Gleichgewicht und Balance sind im Parkinsonverlauf gefährdet, ein möglicher Grund, warum  Parkinsonbetroffene durch Tai Chi profitieren können.

Tai Chi ist kein Allheilmittel

Bei Parkinson werden die Bewegungen klein und unkoordiniert, beim Tai Chi spielen weiche, großräumige, aufeinander abgestimmte Bewegungen mit Kicks, Drehungen und Schrittfolgen sowie Achtsamkeit und Konzentration eine große Rolle. Weil Parkinson-Patienten in späteren Stadien der Krankheit Einschränkungen ihrer Gleichgewichtsleistungen erleben, versucht man hier frühzeitig mit Training entgegenzuwirken. Dabei scheint der Tai Chi Chuan Yang-Stil (lange Form) für Parkinson-Patienten besonders geeignet zu sein.

Dass Tai Chi generell bei Parkinson hilft, kann man so aber nicht sagen. Es  ist ein komplexes Bewegungssystem. Es geht nicht um ein einzelnes Symptom, das quasi durch Bewegung weg therapiert werden soll, sondern um einen schon mehrere Jahrhunderte erprobten Weg zu innerem und äußerem Gleichgewicht. Dafür braucht man Ausdauer und Konzentration. Tai Chi ist ein Weg, keine neue Anwendung.

Unsere hochspezialisierten Kliniken für Parkinson in Schleswig-Holstein und Bayern

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