Wenn Trinken zur Gewohnheit wird

Mann Bart mit Glas Alkohol
Alkoholabhängigkeit

Der Konsum von Alkohol ist in Deutschland fest in der Gesellschaft etabliert. Gerade in Belastungssituationen greifen viele Menschen zu alkoholischen Getränken. Wer nach dem Alkoholkonsum ein schlechtes Gewissen hat, zunehmend gereizt ist oder das Interesse an Aktivitäten verliert, bei denen nicht getrunken wird, sollte hellhörig werden.

Wo hört normal auf?

Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt knapp 136 Liter alkoholhaltige Getränke
in einem Jahr. Das entspricht über zehn Liter reinem Alkohol.
Doch wo hört unbedenklicher Konsum auf, und ab wann liegt eine Abhängigkeit vor? Ein Glas Wein zur Entspannung ist doch kein Problem, oder? Bei Männern führt schon ein durchschnittlicher Konsum von 24 Gramm pro Tag zu einem erhöhten gesundheitlichen Risiko. Bei Frauen reicht dafür schon die Hälfte.

Alkoholabhängigkeit ist jedoch nicht alleine eine Frage der konsumierten Alkoholmenge. Diagnosekriterien sehen Sie weiter unten.

Alkoholgehalt typischer Getränke

  • Ein Glas Bier enthält 10 Gramm Reinalkohol
  • Ein Glas Wein enthält 9 Gramm Reinalkohol
  • Ein Glas Sekt enthält 9 Gramm Reinalkohol
  • Ein Schnaps enthält 11 Gramm Reinalkohol
psychosomatik-beratung

Drei Gründe für eine Behandlung in unserer Entzugsklinik

  • Im Rahmen eines Alkoholentzug können starke, teilweise sogar lebensbedrohliche körperliche und seelische Symptome auftreten. Die Entgiftung sollte daher stationär und unter ständiger ärztlicher Aufsicht erfolgen.
  • Schon während der stationären Entgiftung wird neben dem Aufbau einer stabilen Motivation so früh wie möglich auch die Abhängigkeit therapiert, das heißt, durch eine individuelle, hochdosierte Psychotherapie wird die Fähigkeit zur dauerhaften Abstinenz entwickelt.
  • Die Therapiedichte und -vielfalt ist dabei bedeutend umfassender als bei anderen Behandlungsangeboten. Dadurch wird in kürzerer Zeit mehr erreicht und die Rückkehr ins Leben gelingt schneller.

Alkoholprobleme werden oft nicht oder viel zu spät behandelt

1,3 Mio
Menschen

in Deutschland gelten als alkoholabhängig

22,3%
der Männer

nehmen eine Behandlung in Anspruch

6,7%
der Frauen

nehmen eine Behandlung in Anspruch

Eine Alkoholabhängigkeit wird im Schnitt erst nach 10 bis 15 Jahren behandelt. Oft verleugnen die Betroffenen und Ihre Bezugspersonen den problematischen Alkoholkonsum über einen langen Zeitraum, sofern der Alltag weiterhin funktioniert. Was viele dabei verdrängen: Mit zunehmender Dauer der Abhängigkeit wird es immer schwieriger, mit dem Trinken aufzuhören und das Risiko für gesundheitliche Schäden, familiäre Probleme und einen Jobverlust steigt deutlich. Deshalb lohnt es sich doppelt, frühzeitig aktiv zu werden.

Abhaengigkeit-vom-Alkohol

Volksdroge Alkohol – liegt Ihr Konsum noch im Limit?

Die Entstehung einer Abhängigkeit ist eine schleichende, individuell verlaufende Entwicklung. Weder eine bestimmte Menge Alkohol noch das Auftreten von Entzugserscheinungen sind zwingende Voraussetzungen. Eine Alkoholabhängigkeit besteht, wenn während des vergangenen Jahres mindestens drei der sechs folgenden Diagnosekriterien gleichzeitig vorliegen.

Kriterium 1: Starkes Verlangen oder ein Zwang, Alkohol zu konsumieren

Kriterium 2: Schwierigkeiten, den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums zu kontrollieren

Kriterium 3: Toleranzentwicklung: Es sind zunehmend größere Mengen Alkohol nötig, um eine Wirkung zu erzielen

Kriterium 4: Körperliche Entzugssymptome, wenn kein oder weniger Alkohol getrunken wird

Kriterium 5: Fortgesetzter Alkoholkonsum, obwohl Folgeschäden bestehen

Kriterium 6: Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums

Unser Selbsttest

Nutzen Sie die zehn Fragen des von der WHO entwickelten AUDIT-Fragebogens, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie ein Alkoholproblem haben.

Frau mit Headset im Büro

Kontakt & Beratung

Sie haben Fragen zu unserem Therapieprogramm oder möchten sich über die Behandlung von Alkoholsucht in unserer Klinik informieren? Egal ob Sie Angehöriger oder selbst betroffen sind. Zögern Sie nicht, uns anzurufen oder uns eine E-Mail zu schicken. Wir kümmern uns um Sie!